Kein Wort zum Sport: Michael Köllner

In unserer Rubrik verrät der Fußballtrainer, wieso er mit dem verstorbenen Bundeskanzler Helmut Schmidt gerne einen Kaffee getrunken hätte, warum er es aktuell mit Nachspeisen sein lässt und in welcher Zeit er gerne leben würde.

Michael Köllner ist Fußballtrainer aus Leidenschaft. Und mindestens genauso wichtig sind dem aus Fuchsmühl (Landkreis Tirschenreuth) stammenden 49-Jährigen seine Oberpfälzer Wurzeln. Nach Stationen beim DFB als Koordinator für Talentförderung und bei der SpVgg Greuther Fürth war er zuletzt von 2017 bis 2019 als Cheftrainer beim 1.FC Nürnberg tätig. Mit dem FCN gelang der Bundesliga-Aufstieg.

ONETZ: Wo möchten Sie gerne leben?

Michael Köllner: Ich hatte bis dato das große Glück, an sehr schönen Orten zu leben. Die über 30 Jahre in Fuchsmühl waren die Basis für mein Leben. Danach ging es nach Regensburg und weiter nach München. Nun leben wir in Nürnberg. Warten wir mal ab, wo es mich noch hin verschlagen wird.

ONETZ: Was sind Ihre persönlichen Stärken?

Michael Köllner: Leidenschaft, Belastbarkeit, es aus dem Herzen zu machen und Wissbegierde sind vier Attribute, die ich bei mir unterschreibe.

ONETZ: Was war Ihr größter Fehler?

Michael Köllner: Wie jeder Mensch habe auch ich Fehler gemacht. Die Fehler waren jedoch stets der Startpunkt für viel Gutes und obendrein ein überragender Lehrer.

ONETZ: Wer wollten Sie als Kind sein?

Michael Köllner: Als kleiner Junge wollte ich Pfarrer werden. Und in meiner Kinderzeit lief „Dornenvögel“ im TV. Pater Ralph (gespielt von Richard Chamberlain) war darin eine TV-Figur, die mich anzog. Ansonsten wollte ich auf dem Bolzplatz immer der Spieler sein, der am Wochenende zuvor fantastisch aufgespielt hatte.

ONETZ: Was war Ihr schlimmster/bester Schulstreich?

Michael Köllner: Im Rückblick auf meine Schulzeit bin ich auf keinen Schulstreich stolz. Früher hätte ich die sicher in gut und schlecht einordnen können. Heute empfinde ich alle als schlecht.

ONETZ: Mit welchem Promi würden Sie gerne mal einen Kaffee trinken?

Michael Köllner: Mich faszinieren Menschen, die sowohl redegewandt als auch intelligent sind. Mit Intelligenz meine ich die Fähigkeit, Zukunft und Vergangenheit gut lesen und die Gegenwart begreifen zu können. Helmut Schmidt, der frühere Bundeskanzler, war so ein Mensch. Mit ihm hätte ich gerne einen Kaffee getrunken.

ONETZ: Welchen Satz hassen Sie am meisten?

Michael Köllner: Ich hasse keine Sätze, weil man jeden Satz immer im Kontext sehen muss. Aber grundsätzlich mag ich keine negativen Aussagen. Ich bevorzuge es, mich mit Positivem zu beschäftigen.

ONETZ: Was haben Sie sich von Ihrem ersten Gehalt/Ihrer ersten Siegprämie gekauft?

Michael Köllner: Meine erste Prämie bekam ich beim SC Luhe-Wildenau und ich habe mir davon in Weiden ein Trekking-Fahrrad gekauft. Das war 1992. Das Rad fährt mich immer noch – ich habe mir seitdem kein anderes gekauft.

ONETZ: Bei welcher Nachspeise können Sie einfach nicht widerstehen?

Michael Köllner: Grundsätzlich bei allem Süßen. Ich bin ein Vollmilchschokoladenfreak. Bei Tiramisu kann ich nur schwer widerstehen. Aber seit Ende August habe ich meine Ernährung verändert. Bis auf Weiteres gibt es keine Süßigkeiten, keinen Alkohol.

ONETZ: Welche Fernsehsendung ist für Sie Pflicht, bei welcher schalten Sie sofort weg?

Michael Köllner: Früher habe ich mir jedes Fußballspiel, das irgendwo im TV kam, reingezogen. Auch wenn das nun nicht mehr so ausgeprägt ist, dominiert Fußball schon noch das Programm bei mir. Soaps hingegen geben mir rein gar nichts, genauso wie Kochsendungen. Und ich liebe Serien wie „Two and a half men“, „King of Queens“, „Big bang theory“.

ONETZ: Was ist Ihre Lieblingsbeschäftigung?

Michael Köllner: Natürlich Fußball. Aber darüber hinaus jogge ich jeden Tag sehr gerne und ich lese wahnsinnig gerne. Regelmäßige Kinobesuche kommen nun auch wieder dazu.

ONETZ: Wenn ich die Zeit zurückdrehen könnte, würde ich ...

Michael Köllner: …. in die Zeit von Jesus Christus switchen. Geschichte und Leben Jesu Christi faszinieren mich. Seine Taten, Worte und Werke sind für mich mehr als nur eine Orientierung.

Quelle: onetz.de
8. Oktober 2019
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