Vertrauen aufbauen, Handlungsspielraum erhöhen

09.07.2017

Das Team des 1. FCN ist seit Freitag im Trainingslager in Südtirol. Trainer Michael Köllner im Kurz-Interview.

Vertrauen aufbauen, Handlungsspielraum erhöhen

fcn.de: Michael Köllner, sind Sie zufrieden mit dem Auftakt des Trainingslagers?

Michael Köllner: Das Team zieht gut mit, die Neuen wurden integriert. Nach zwei Jahren Sommervorbereitung in Grassau wollten wir in diesem Jahr woanders hinfahren. Wir haben etwas Ruhiges, Familiäres gesucht, um für uns sein zu können und nicht noch auf zwei andere Mannschaften im gleichen Hotel zu treffen. Bedingungen und Unterbringung sind hervorragend. Es bleibt für jeden Spieler neben dem täglichen Training genügend Raum, ein individuelles Programm durchzuziehen und Zeit für sich zu nutzen.

fcn.de: Sturm-Neuzugang Adam Zrelak ist seit Freitag dabei. Was sprach für ihn?  

Michael Köllner: Wir sind froh, dass wir den Kapitän der U21 der Slowakei verpflichten konnten. Marek Mintal hat uns hinsichtlich der charakterlichen Einschätzung des Spielers unterstützt. Mit Adam haben wir einen Spieler, der unser Pressing gut einleiten und damit das Spiel unterstützen wird. Er verfügt über Merkmale wie Einsatz und Wille, ist ein bulliger Spieler, der den Abwehrspielern wehtun kann. Zudem weiß er, wo das Tor steht und verfügt über einen starken Torabschluss. Es war wichtig, dass er von Beginn des Trainingslagers dabei ist. So kann er seine Mitspieler schnell kennenlernen und auch das ein oder andere nacharbeiten.

fcn.de: Welche Ziele, Vorgaben haben Sie dem Team für das Trainingslager mit auf den Weg gegeben?

Michael Köllner: Ziel ist es, so viele Spieler wie möglich auf ein qualitativ hohes Niveau zu bringen. Wenn es uns gelingt, statt 16 eher 18 oder 20 Spieler dort hin zu führen, entwickelt sich ein größerer Handlungsspielraum. Für künftige Gegner wird es damit schwieriger, gegen uns zu spielen und unseren Plan auszumachen. Stammplätze soll es in diesem Sinne nicht mehr geben.


fcn.de: Trainingslager heißt auch immer Teambuildingzeit. Was ist geplant?

Michael Köllner: In diesem Bereich gehen wir vielleicht ein bisschen einen anderen Weg, machen keine typischen Teambuilding-Aktivitäten, bei denen wir irgendwo 100 Meter herunterspringen und die Spieler fangen sich gegenseitig auf. Wir wollen viel Zeit mit einander verbringen, Gespräche führen, damit wir eine Nähe zueinander herstellen und Vertrauen aufbauen. Die Beziehungen auf zwischenmenschlicher Ebene müssen stimmen, damit dann in fußballfachlicher Hinsicht alles zusammenläuft.

Quelle: fcn.de vom 09.07.2017
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